Referenz-Projekt

Rückbau Einfamilienhaus Berlin-Steglitz

Projekt-Überblick

In Berlin-Steglitz haben wir ein zweigeschossiges Einfamilienhaus vollständig bis zur Bodenplatte zurückgebaut. Der Rückbau erfolgte überwiegend händisch und umfasste die komplette Entsorgung aller Abfallfraktionen. Eine zentrale Vorgabe war, dass der Keller während der gesamten Arbeiten trocken bleiben musste. Für die Ausführung waren 7–8 Mitarbeitende im Einsatz und die Umsetzung lag bei ca. 7 Werktagen Arbeitszeit.

Herausforderungen & Ansatz

Dieses Projekt war vor allem deshalb anspruchsvoll, weil Rückbau und Schadstoffsanierung eng verzahnt laufen mussten und das bei winterlichen Bedingungen mit Schnee.

Gleichzeitig musste der Keller trotz Abrissarbeiten durchgehend vor Feuchtigkeit geschützt bleiben.

Hinzu kam der Schadstoffmix:

  • asbesthaltige Fassadenbauteile
  • Mineralwolle (im Dachstuhl, in Wänden und unter Bodenbelägen) sowie
  • asbesthaltiger Schwarzasbestkleber, der im BT-Verfahren im Schwarzbereich entfernt wurde.

Unser Fokus lag deshalb auf einem sauberen, manuellen Vorgehen und einer präzisen Trennung der einzelnen Abfallarten.

Projektdurchführung

Step 1 – Händischer Rückbau bis Bodenplatte

Wir haben das zweigeschossige Einfamilienhaus überwiegend manuell zurückgebaut und konsequent bis zur Bodenplatte heruntergearbeitet. Durch das händische Vorgehen konnten wir kontrolliert und staubarm vorgehen – wichtig, weil parallel dazu mehrere schadstoffhaltige Bauteile im Gebäude vorhanden waren und die Bodenplatte unbeschadet erhalten bleiben musste.

Step 2 – Dach und Innenbereiche öffnen

Im Verlauf wurden Bauteile wie Dachaufbau und Innenverkleidungen so entfernt, dass der Rückbau kontrolliert weiterlaufen konnte. Statt alles auf einmal zu zerlegen, haben wir die Konstruktion in Etappen abgetragen – so blieb der Ablauf überschaulich, auch wenn parallel Schadstoffthemen zu berücksichtigen waren.

Step 3 – Ausbau der Mineralwolle in allen betroffenen Bereichen

Die Mineralwolle wurde aus dem gesamten Dachstuhl, aus Wänden sowie unter Bodenbelägen entfernt. Damit der Rückbau nicht ins Stocken gerät, haben wir diesen Ausbau eng in die Reihenfolge der Entkernung eingebettet und die Materialien getrennt erfasst.

Step 4 – Asbest: Fassade und Schwarzasbestkleber

Asbesthaltige Fassadenbauteile wurden separat entfernt. Der Schwarzasbestkleber wurde im Schwarzbereich mittels BT-Verfahren entfernt – ein Arbeitsschritt, der eine klare Abgrenzung zur restlichen Entkernung braucht, damit sich nichts vermischt.

Step 5 – Keller trocken halten bis zum letzten Tag

Eine der wichtigsten Bedingungen war der durchgehende Feuchtigkeitsschutz des Kellers. Deshalb lief der Rückbau so, dass der Keller geschützt blieb und der Ablauf auch bei Schnee nicht dazu führt, dass Wasser oder Feuchtigkeit „mit eingetragen“ wird.

Step 6 – Trennung der Abfallgruppen und vollständige Entsorgung

Über die gesamte Bauzeit hinweg wurden die Abfälle konsequent getrennt und vollständig entsorgt – von Baumisch und Bauschutt über Holz bis hin zu Mineralwolle und Asbest.

Diese saubere Trennung war die Grundlage dafür, dass Handrückbau und Schadstoffsanierung in nur 7 Werktagen zusammen funktionieren.

Entsorgungsmengen & Abfallfraktionen

Die Materialien wurden getrennt erfasst und als eigene Abfallfraktionen entsorgt. Insgesamt fielen folgende Mengen an:
FraktionMenge
Baumischabfallca. 20 m³
Bauschuttca. 20 m³
Holzca. 60 m³
Mineralwolleca. 40 m³
Asbestca. 5 m³

Das Projekt im Überblick

Kennzahl / BausteinWert
StandortBerlin-Steglitz
GebäudeEinfamilienhaus, 2-geschossig
UmfangRückbau bis Bodenplatte
Bauweise Rückbauüberwiegend händisch
Dauerca. 7 Werktage
Team7–8 Mitarbeitende
SchadstoffthemenAsbestfassade, Mineralwolle (Dachstuhl/Wände/Boden), Schwarzasbestkleber im BT-Verfahren (Schwarzbereich)
BesonderheitKeller musste trocken bleiben (durchgehend)
StatusRückbau und Entsorgung abgeschlossen

Mehrwert für den Auftraggeber

Ein Ablauf, der auch im Winter funktioniert: Trotz Schnee blieb der Rückbau strukturiert und durchführbar.

Sensible Bereiche sauber getrennt: BT-Verfahren/Schwarzbereich und Entkernung wurden so organisiert, dass sich die Arbeiten nicht gegenseitig behindern.

Keller geschützt: Der Feuchtigkeitsschutz lief konsequent während der gesamten Maßnahme mit.

Klare Mengen und klare Trennung: Jede Abfallfraktion wurde separat geführt – inklusive nachvollziehbarer Mengen.

Fazit

Der Rückbau in Berlin-Steglitz zeigt, wie gut ein Projekt läuft, wenn Handrückbau, Schadstoffsanierung und Entsorgung sauber ineinandergreifen. Trotz Winterwetter, Feuchtigkeitsthema im Keller und dem Mix aus Asbest, Mineralwolle und Schwarzasbestkleber wurde das Haus bis zur Bodenplatte zurückgebaut und alle Abfallfraktionen wurden getrennt und ordnungsgemäß entsorgt.