Projekt-Überblick
In Stahnsdorf haben wir für die Berliner Stadtgüter GmbH ein denkmalgeschütztes Büroobjekt vollständig bis zum Rohbauzustand entkernt. Der Rückbau erfolgte überwiegend händisch, um die vorhandene Bausubstanz zu erhalten und Schäden zu vermeiden. Insgesamt waren 10 Mitarbeitende über ca. 2 Wochen im Einsatz. Neben klassischen Entkernungsleistungen gehörten auch Arbeiten im Keller dazu – inklusive händischem Aushub (ca. 20 cm) sowie dem Rückbau der Bodenplatte im Keller.
Herausforderungen & Ansatz
Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist „schnell raus“ keine Option – hier zählt Kontrolle. Eine besondere Vorgabe war, dass bestehende Türzargen nicht beschädigt werden durften und der Erhalt der vorhandenen Bausubstanz zwingend war. Deshalb setzten wir bewusst auf einen hohen Anteil Handarbeit und klar getrennte Arbeitsabschnitte. Zusätzlich gab es im Bestand eine Besonderheit im Keller: Die Bodenplatte enthielt dachpappehaltige Bestandteile und benötigte deshalb einen gesonderten Entsorgungsweg. Während der gesamten Ausführung lief eine enge Abstimmung mit dem Auftraggeber, damit Entscheidungen direkt dort getroffen werden konnten, wo sie gebraucht wurden.
Projektdurchführung – in Steps
Step 1 – Entkernung bis auf den Rohbau
Wir haben das Gebäude vollständig entkernt und konsequent bis auf den Rohbau zurückgeführt. Dazu gehörte der Rückbau sämtlicher Innendecken im gesamten Gebäude sowie die Entfernung des kompletten Innenputzes.
Step 2 – Ausbau aller Innenausbauten und Oberflächen
Step 3 – Sanitärbereiche und Teilrückbau Mauerwerk
Alle Badezimmer inklusive Sanitärbereiche wurden komplett zurückgebaut. Ergänzend erfolgte ein teilweiser Rückbau von Mauerwerkswänden (Ziegel), dort wo es der Rohbauzustand und die Planung erforderten.
Step 4 – Haustechnik vollständig demontiert
Wir demontierten und entsorgten sämtliche Rohrleitungen, Lüftungsanlagen und Heizkörper. Auch die Elektrokomponenten wurden entfernt: Lampen, Leuchtmittel und Steckdosen wurden demontiert und entsorgt.
Step 5 – Kaminöffnungen zurückgebaut
Im Zuge der Entkernung wurden zudem die Kaminöffnungen zurückgebaut, sodass die Bereiche für die weitere Rohbau-/Planungsphase frei sind.
Step 6 – Kellerarbeiten inkl. Aushub und Bodenplatte
Im Kellerbereich erfolgte ein händischer Aushub von ca. 20 cm. Anschließend wurde die Bodenplatte im Keller zurückgebaut. Da diese Bodenplatte dachpappehaltige Bestandteile enthielt, wurde sie von Beginn an getrennt behandelt und für einen separaten Entsorgungsweg vorbereitet.
Entsorgungsmengen & Abfallfraktionen
Im Projekt fielen folgende Mengen an, die getrennt erfasst und entsorgt wurden:
| Fraktion | Menge |
|---|---|
| Holzabfall | ca. 80 m³ |
| Bauschutt | ca. 100 t |
| Erdaushub | ca. 40 t |
| Baumischabfall | ca. 20 m³ |
| Sauerkrautplatten | ca. 10 m³ |
| Mineralwolle (nicht gefährlich) | ca. 5 m³ |
Ergebnisse im Überblick
| Kennzahl / Baustein | Wert |
|---|---|
| Standort | Stahnsdorf |
| Objekt | Büroobjekt (denkmalgeschützt) |
| Umfang | Entkernung bis Rohbauzustand |
| Bauweise | überwiegend händisch |
| Dauer / Team | ca. 2 Wochen / 10 Mitarbeitende |
| Kellerleistungen | händischer Aushub (ca. 20 cm), Rückbau Bodenplatte im Keller |
| Besonderheit Bestand | Bodenplatte dachpappehaltig → separater Entsorgungsweg |
| Status | Entkernung abgeschlossen, Rohbauzustand hergestellt |
Mehrwert für den Auftraggeber
- Substanzschonendes Vorgehen: Hoher Handarbeitsanteil, damit der Bestand kontrolliert freigelegt wird – passend für ein denkmalgeschütztes Objekt.
- Sichere Detailarbeit: Türzargen und relevante Bauteile wurden so behandelt, dass die Vorgaben zum Bestandserhalt eingehalten werden konnten.
- Klare Entsorgungslogik: Abfallfraktionen wurden getrennt geführt, inklusive separater Behandlung der dachpappehaltigen Bodenplatte.
- Planungssicherheit durch Abstimmung: Enge Kommunikation während der Ausführung, damit Entscheidungen ohne Verzögerungen getroffen werden konnten.
Fazit
Die Entkernung in Stahnsdorf zeigt, wie wichtig bei denkmalgeschützten Objekten ein kontrollierter Rückbau ist: Rohbauzustand herstellen, ohne unnötige Schäden am Bestand zu riskieren – und dabei Haustechnik, Innenausbau, Teilbereiche des Mauerwerks sowie die anspruchsvollen Kellerarbeiten sauber in einen Ablauf zu bringen. Durch den überwiegend händischen Rückbau, die getrennte Erfassung der Abfallfraktionen und den separaten Entsorgungsweg für die dachpappehaltige Bodenplatte wurde das Objekt wie gefordert vorbereitet.