Referenz-Projekt

Mehrfamilienhaus Abbruch in Berlin-Lichtenberg inklusive Schadstoffsanierung

Mehrfamilienhaus Abbruch in Berlin-Lichtenberg: Abriss, Schadstoffsanierung und baureife Fläche

Projektübersicht

In Berlin-Lichtenberg wurde APS Group GmbH mit dem vollständigen Mehrfamilienhaus Abbruch eines ehemaligen Wohngebäudes mit drei Parteien beauftragt. Das Projekt umfasste Entkernung, Schadstoffsanierung, Schadstoffanalyse, maschinellen Abriss, Tiefbauarbeiten, Bodenaushub sowie die vollständige Entsorgung aller anfallenden Materialien.

Ziel war die Herstellung einer ebenen, vollständig beräumten und baureifen Fläche für die spätere Errichtung von drei Einfamilienhäusern.

Projektdaten

ProjektpunktAngabe
StandortBerlin-Lichtenberg
AuftraggeberPrivatkunde
ObjektartMehrfamilienhaus mit 3 Parteien
Grundstücksgrößeca. 3.000 m²
Abbruchflächeca. 1.000 m²
ProjektartAbbruch, Entkernung, Schadstoffsanierung, Tiefbau und Entsorgung
Ausführungszeitraumca. 3 Wochen
ZielHerstellung einer baureifen Fläche für drei Einfamilienhäuser

Ausgangslage

Auf dem Grundstück in Berlin-Lichtenberg befand sich ein älteres Mehrfamilienhaus mit mehreren Anbauten, versiegelten Flächen, Einfriedungen und unterschiedlichen Baustoffen im Bestand. Vor dem eigentlichen Abriss mussten zunächst Zugänge geschaffen, das Gebäude vollständig entkernt und schadstoffrelevante Materialien separat aufgenommen werden.

Besonders wichtig war die Kombination aus Schadstoffsanierung, ordnungsgemäßer Materialtrennung und zügiger Umsetzung. Da das Projekt kurzfristig als Folgeauftrag entstand, standen zwischen Beauftragung und Baustart nur drei Tage für Planung, Organisation und Logistik zur Verfügung.

Herausforderung

Die größte Herausforderung lag in der sehr kurzen Vorlaufzeit. Maschinen, Personal, Entsorgungswege, Analysen und Baustellenlogistik mussten innerhalb von zwei Tagen organisiert werden. Gleichzeitig befand sich direkt angrenzend ein Nachbargebäude, das während des gesamten Rückbaus geschützt werden musste.

Zusätzlich waren mehrere schadstoffrelevante und analysepflichtige Materialien vorhanden. Dazu gehörten asbesthaltige Bauteile, Dachpappe, Styropor, Mineralwolle, Sauerkrautplatten sowie vier Öltanks. Diese Stoffe wurden getrennt erfasst, analysiert und je nach Einstufung fachgerecht ausgebaut, verpackt, transportiert und entsorgt.

Arbeitsumfang Schritt für Schritt

1. Baustellenvorbereitung und Zugang schaffen

Zu Beginn wurde die Baustelle eingerichtet und der Zugang zum Grundstück vorbereitet. Dafür mussten vorhandene Einfriedungen und störende Bauteile zurückgebaut werden, damit Maschinen, Personal und Entsorgungslogistik sicher auf das Grundstück gelangen konnten.

2. Vollständige Entkernung des Mehrfamilienhauses

Vor dem maschinellen Abriss wurde das Gebäude vollständig entkernt. Dabei entfernte das Team Bodenbeläge, Tapeten, Fenster, Türen, Innenausbauten, Dämmstoffe und weitere Ausbaumaterialien. Ziel war es, die Rohkonstruktion freizulegen und alle Materialien bereits vor dem Abbruch möglichst sortenrein zu trennen.

3. Schadstoffsanierung und Materialanalyse

Im Zuge der Entkernung wurden schadstoffrelevante Materialien separat aufgenommen. Asbesthaltige Baustoffe wurden als Gefahrstoff behandelt und fachgerecht ausgebaut. Dachpappe, Mineralwolle, Styropor und weitere Materialien wurden analysiert beziehungsweise nach Entsorgungsanforderung getrennt behandelt. Dadurch konnten die passenden Entsorgungswege rechtssicher festgelegt werden.

4. Ausbau technischer Anlagen und Öltanks

Im Bestand befanden sich vier Öltanks mit jeweils 1.000 Litern Volumen. Diese wurden im Zuge der Rückbauarbeiten berücksichtigt und gesondert ausgebaut. Besonders relevant waren dabei mögliche Restanhaftungen und ölhaltige Rückstände, die eine getrennte Behandlung erforderlich machten.

5. Maschineller Gebäudeabriss

Nach Abschluss der vorbereitenden Arbeiten erfolgte der maschinelle Abriss des Mehrfamilienhauses. Eingesetzt wurden unter anderem ein 15-Tonnen-Mobilbagger und ein 25-Tonnen-Kettenbagger mit Sortiergreifer, Sieblöffel und Grabenräumlöffel. Der Rückbau erfolgte kontrolliert, insbesondere im Bereich des angrenzenden Nachbargebäudes.

6. Trennung und Entsorgung der Abbruchmaterialien

Während und nach dem Abriss wurden alle anfallenden Materialien getrennt aufgenommen. Bauschutt, Beton, Holz, Gipsabfälle, Baumischabfall, Dämmstoffe und schadstoffrelevante Materialien wurden separat gesammelt und den jeweiligen Entsorgungswegen zugeführt.

7. Bodenaushub und Tiefbauarbeiten

Nach dem Gebäudeabbruch wurden rund 800 Tonnen Bodenmaterial ausgehoben, analysiert und entsorgt. Anschließend erfolgten Tiefbauarbeiten zur Vorbereitung der späteren Neubebauung.

8. Herstellung der baureifen Fläche

Zum Abschluss wurde das Grundstück vollständig beräumt, eingeebnet und für die geplante Bebauung vorbereitet. Das Ergebnis war eine freie, baureife Fläche für drei neue Einfamilienhäuser.

Schadstoffrelevante Materialien und Entsorgung

Stoff / MaterialMengeEinordnung / Entsorgungsweg
Asbesthaltige Materialienca. 8 tGefahrstoff, fachgerechter Ausbau und gesonderte Entsorgung
Dachpappeca. 16 tAnalysepflichtig, Entsorgung je nach Einstufung
Styroporca. 21 m³Getrennte Erfassung, Entsorgung nach Materialeinstufung
Mineralwolleca. 15,5 m³Separater Ausbau, staubarme Verpackung und Entsorgung
Sauerkrautplattenca. 10 m³Getrennte Sammlung und fachgerechte Entsorgung
Öltanks4 Stück à 1.000 lAusbau und gesonderte Behandlung möglicher Rückstände

Weitere Entsorgungsmengen

MaterialMenge
Bauschuttca. 650 t
Betonca. 150 t
Bodenaushubca. 800 t
Holzca. 150 m³
Baumischabfallca. 25 m³
Gipsabfälleca. 40 m³

Eingesetzte Technik

  • 15-Tonnen-Mobilbagger
  • 25-Tonnen-Kettenbagger
  • Sortiergreifer
  • Sieblöffel
  • Grabenräumlöffel

Mehrwert für den Auftraggeber

  • Kurzfristiger Baustart trotz nur drei Tagen Vorlaufzeit
  • Abbruch, Schadstoffsanierung, Analyse, Tiefbau und Entsorgung aus einer Hand
  • Sicherer Schutz des angrenzenden Nachbargebäudes
  • Fachgerechte Trennung und Entsorgung aller Materialien
  • Baureife Fläche für die geplante Neubebauung

Fazit

Der Mehrfamilienhaus Abbruch in Berlin-Lichtenberg wurde trotz kurzer Vorbereitungszeit termingerecht abgeschlossen. Durch die Kombination aus Entkernung, Schadstoffsanierung, kontrolliertem Abriss, Materialanalyse, Entsorgung und Tiefbau entstand innerhalb von drei Wochen eine vollständig beräumte und baureife Fläche für drei neue Einfamilienhäuser.