Referenz-Projekt

Abbruch Einfamilienhaus nach Brandschaden in Brandenburg

Projektübersicht

Nach einem schweren Brandschaden war ein Einfamilienhaus in Brandenburg nicht mehr zu erhalten. Die APS Group GmbH übernahm den vollständigen Rückbau des Gebäudes bis zur Oberkante der bestehenden Bodenplatte. Zum Auftrag gehörten außerdem der Schadstoffrückbau, die Trennung der verschiedenen Abfallfraktionen sowie deren fachgerechte Entsorgung.

Eine Besonderheit des Projekts war die Abwicklung als Versicherungsfall. Neben dem eigentlichen Abbruch mussten deshalb auch die Entsorgungswege vollständig dokumentiert und die erforderlichen Nachweise für die Versicherung bereitgestellt werden.

Projektdaten

Projektdaten 
StandortBrandenburg
AuftraggeberPrivatkunde, Abwicklung als Versicherungsfall
ProjektartAbbruch, Schadstoffrückbau und Entsorgung
ObjektartEinfamilienhaus nach Brandschaden
RückbauKomplettabbruch bis Oberkante Bodenplatte
Bauzeit2 Wochen
Personaleinsatzdurchschnittlich 10 Mitarbeiter
Ziel des ProjektsVollständiger Rückbau des brandgeschädigten Gebäudes bei Erhalt der bestehenden Bodenplatte sowie fachgerechte Trennung, Entsorgung und Dokumentation aller Abfälle

Ausgangslage

Das Einfamilienhaus war durch einen Brand so stark beschädigt worden, dass ein Erhalt des Gebäudes nicht mehr vorgesehen war. Neben zerstörten Bauteilen und Brandschutt befanden sich verschiedene schadstoffhaltige Materialien im Gebäude, die vor und während des Abbruchs getrennt behandelt werden mussten.

Die vorhandene Bodenplatte sollte dagegen bestehen bleiben. Der Rückbau musste deshalb kontrolliert bis zur Oberkante der Bodenplatte erfolgen, ohne diese unnötig zu beschädigen. Nach Abschluss der Arbeiten sollte sie gereinigt an den Eigentümer übergeben werden.

Herausforderung

Neben dem Zustand des Gebäudes stellte vor allem die Lage des Grundstücks besondere Anforderungen an die Baustellenlogistik. Das Objekt befand sich an einer engen und stark befahrenen Straße. Ein regulärer Abtransport mit LKW war dort nicht möglich.

Der gesamte Abbruch musste deshalb so organisiert werden, dass Rückbau, Materialtrennung und Abtransport ineinandergreifen. Insgesamt waren rund 50 Anhängerfuhren erforderlich. Gleichzeitig musste die Straße während der Arbeiten passierbar bleiben.

Arbeitsumfang

  • Schadstoffrückbau durch geschultes eigenes Personal
  • Komplettabbruch des Einfamilienhauses bis Oberkante Bodenplatte
  • Erhalt und Reinigung der bestehenden Bodenplatte
  • Trennung der Abbruchmaterialien nach Fraktionen
  • Sortierung des Brandschutts
  • Abtransport über rund 50 Anhängerfuhren
  • Fachgerechte Entsorgung sämtlicher Abfälle
  • Vollständige Dokumentation der Entsorgungswege
  • Übergabe der Entsorgungsnachweise für die Versicherungsabwicklung

Der dokumentierte Leistungsumfang umfasste sowohl den vollständigen Abbruch als auch Schadstoffrückbau, Sortierung, Abtransport und Entsorgungsnachweise.

Arbeitsumfang Schritt für Schritt

1. Schadstoffe erfassen und getrennt zurückbauen

Vor dem maschinellen Abbruch wurden schadstoffhaltige Materialien getrennt ausgebaut. Dazu gehörten unter anderem Asbest, Dachpappe, Mineralwolle und Styropor. Die Arbeiten wurden durch geschultes eigenes Personal der APS Group durchgeführt.

2. Gebäude kontrolliert zurückbauen

Nach dem Schadstoffrückbau begann der eigentliche Gebäudeabbruch. Das brandgeschädigte Einfamilienhaus wurde mit einem 22 Tonnen Kettenbagger kontrolliert bis zur Oberkante der Bodenplatte zurückgebaut.

3. Brandschutt sortieren

Während des Rückbaus wurden die unterschiedlichen Materialien direkt getrennt. Dadurch konnten mineralischer Bauschutt, Holz und weitere Abfälle den vorgesehenen Entsorgungswegen zugeführt werden.

4. Material abtransportieren

Aufgrund der engen Zufahrt konnte der Abtransport nicht über den üblichen LKW Verkehr erfolgen. Stattdessen wurden die Materialien mit Anhängern abgefahren. Insgesamt waren dafür rund 50 Fuhren notwendig.

5. Bodenplatte erhalten und Fläche übergeben

Der Rückbau endete an der Oberkante der vorhandenen Bodenplatte. Diese blieb auf Wunsch des Eigentümers erhalten und wurde nach Abschluss der Abbrucharbeiten gereinigt übergeben.

Schadstoffe, Materialien und Entsorgung

Die saubere Trennung der verschiedenen Abfallströme war bei diesem Projekt ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten. Neben klassischem Bauschutt mussten auch durch den Brand entstandene Abfälle sowie schadstoffhaltige Baustoffe separat behandelt werden. Die Projektdokumentation nennt Asbest, Dachpappe, Mineralwolle, Styropor, verbranntes Holz und Bauschutt.

Material / AbfallUmgang
AsbestGetrennter Schadstoffrückbau und fachgerechte Entsorgung
DachpappeSeparater Rückbau und Entsorgung
MineralwolleGetrennte Erfassung und fachgerechte Entsorgung
StyroporGetrennte Erfassung und Entsorgung
Verbranntes HolzSeparierung vom übrigen Abbruchmaterial
BauschuttSortierung und fachgerechte Entsorgung
Bauschutt gesamtca. 350 Tonnen
Brandabfallca. 45 m³
Baumischabfallca. 30 m³

Eingesetzte Technik

  • 22 Tonnen Kettenbagger
  • Sortiergreifer
  • Sieblöffel
  • Anhänger für den Abtransport

Mehrwert für den Auftraggeber

Für den Eigentümer wurden nicht nur die eigentlichen Abbrucharbeiten übernommen. Auch Schadstoffrückbau, Sortierung, Abtransport und Entsorgung wurden innerhalb des Projekts koordiniert. Besonders bei der Abwicklung als Versicherungsfall war die vollständige Dokumentation der Abfallströme wichtig. Sämtliche Entsorgungsnachweise wurden nach Abschluss der Arbeiten an die Versicherung übergeben. Dadurch waren auf Seiten des Eigentümers keine Nacharbeiten bei der Entsorgungsdokumentation erforderlich.

Fazit

Innerhalb von zwei Wochen wurde das brandgeschädigte Einfamilienhaus vollständig bis zur Oberkante der Bodenplatte zurückgebaut. Trotz der beengten Zufahrt konnten rund 350 Tonnen Bauschutt sowie weitere Brand und Baumischabfälle von der Baustelle abtransportiert werden. Schadstoffhaltige Materialien wurden getrennt zurückgebaut und sämtliche Entsorgungswege dokumentiert.

Die vorhandene Bodenplatte blieb erhalten und wurde gereinigt übergeben. Nach Abschluss des Projekts war das Grundstück geräumt und die gesamte Entsorgungsdokumentation für die weitere Abwicklung mit der Versicherung vollständig vorhanden.