Projektübersicht
In Angermünde übernahm die APS Group GmbH den vollständigen Abbruch eines Einfamilienhauses, einer Garage und eines Bungalows. Der private Auftraggeber plante einen Neubau und benötigte dafür ein vollständig geräumtes und bebaubares Grundstück.
Zum Auftrag gehörten die Entkernung aller drei Gebäude, der Rückbau asbesthaltiger Bauteile, der maschinelle Abbruch sowie die Trennung und Entsorgung sämtlicher Materialien. Trotz unerwarteter Abfälle innerhalb der Gebäudewände konnten die Arbeiten innerhalb von sechs Werktagen abgeschlossen werden. Anschließend wurde das Grundstück planiert und sauber übergeben.
Projektdaten
Merkmal | Projektdaten |
|---|---|
Standort | Angermünde, Brandenburg |
Auftraggeber | Privatkunde |
Projektart | Entkernung, Schadstoffsanierung, Abbruch und Entsorgung |
Objektart | Einfamilienhaus, Garage und Bungalow |
Bauzeit | 6 Werktage |
Personaleinsatz | 9 Mitarbeiter bei der Entkernung |
Eingesetzte Technik | 22 Tonnen Kettenbagger |
Entsorgungsmenge | Ca. 335 Tonnen |
Davon Bauschutt | Ca. 300 Tonnen, Einstufung RC-1 |
Projektziel | Planierte, bebaubare Fläche für den Neubau |
Ausgangslage
Drei Bestandsgebäude mussten dem Neubau weichen
Auf dem Grundstück in Angermünde befanden sich ein älteres Einfamilienhaus, eine Garage und ein Bungalow. Bevor der Bauherr mit seinem Neubau beginnen konnte, mussten alle drei Gebäude vollständig entfernt werden.
Neben dem eigentlichen Gebäudeabbruch waren umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Türen, Fenster, Bodenbeläge und Dämmstoffe mussten ausgebaut werden. Auch die Dachpappe und Dachziegel wurden vor dem maschinellen Rückbau getrennt entfernt. An den Garagen befanden sich außerdem asbesthaltige Wellplatten, die einen fachgerechten Schadstoffrückbau erforderlich machten.
Ziel war es, sämtliche Gebäude einschließlich der anfallenden Abfälle zu entfernen und das Grundstück anschließend für die weitere Bebauung vorzubereiten.
Die besondere Herausforderung
Verborgener Müll in den Zwischenwänden
Während der Abbrucharbeiten stießen die Mitarbeiter auf eine ungewöhnliche Situation: In der Vergangenheit war Müll in die Zwischenwände des Einfamilienhauses eingebracht und anschließend durch eine zusätzliche Wand verdeckt worden.
Diese Abfälle wurden erst beim Öffnen und Abbrechen der Bauteile sichtbar. Dadurch bestand die Gefahr, dass Fremdstoffe mit dem mineralischen Bauschutt vermischt werden.
Um eine saubere Trennung sicherzustellen, mussten die Mitarbeiter die Störstoffe von Hand aussortieren. Zusätzlich wurde der gesamte Bauschutt mit dem Sieblöffel nachgesiebt. So konnte das mineralische Material von den übrigen Abfällen getrennt und nach entsprechender Beprobung als RC-1 eingestuft werden.
Auch der Dachstuhl erforderte eine abgestimmte Vorgehensweise. Die Dachziegel mussten zunächst separat entfernt werden, damit anschließend die Dämmung und die übrigen Bauteile sauber zurückgebaut werden konnten.
Arbeitsumfang
Die APS Group übernahm sämtliche Arbeiten von der Baustellenvorbereitung bis zur abschließenden Planierung des Grundstücks.
Leistungsbereich | Ausgeführte Arbeiten |
|---|---|
Baustellenvorbereitung | Herstellung einer geeigneten Baustelleneinfahrt |
Entkernung | Ausbau von Türen, Fenstern, Tapeten und Bodenbelägen |
Dämmstoffrückbau | Entfernung der Dämmung einschließlich Mineralwolle aus den Zwischenböden |
Dachrückbau | Separate Entfernung von Dachziegeln und Dachpappe |
Schadstoffsanierung | Rückbau asbesthaltiger Wellplatten nach TRGS 519 |
Gebäudeabbruch | Maschineller Abbruch des Einfamilienhauses, der Garage und des Bungalows |
Materialtrennung | Manuelle Entfernung von Störstoffen und Nachsieben des Bauschutts |
Materialprüfung | Beprobung und Einstufung des Bauschutts nach Ersatzbaustoffverordnung |
Entsorgung | Getrennter Abtransport und fachgerechte Entsorgung aller Abfallfraktionen |
Zusätzliche Räumung | Entfernung einer Schaukel, alter Zuwegungen und illegal abgelagerter Abfälle |
Grundstücksvorbereitung | Planierung und saubere Übergabe der Fläche |
Schritt für Schritt zum geräumten Grundstück
1. Baustelle vorbereiten und Gebäude entkernen
Zu Beginn wurde eine Baustelleneinfahrt hergestellt, damit Maschinen und Transportfahrzeuge das Grundstück erreichen konnten. Anschließend begann die Entkernung der drei Gebäude mit insgesamt neun Mitarbeitern.
Türen, Fenster, Tapeten und Bodenbeläge wurden ausgebaut. Im Einfamilienhaus entfernte das Team außerdem die Dämmstoffe aus den Zwischenböden. Die unterschiedlichen Materialien wurden bereits während dieser Arbeiten getrennt gesammelt, um die spätere Entsorgung vorzubereiten.
2. Dächer zurückbauen und Asbest entfernen
Vor dem Gebäudeabbruch wurden die Dachziegel separat abgenommen und in zwei Containern mit jeweils sieben Kubikmetern Fassungsvermögen gesammelt. Danach konnten die weiteren Bestandteile des Dachstuhls zurückgebaut werden.
An den Garagen entfernte geschultes Personal die asbesthaltigen Wellplatten entsprechend den Anforderungen der TRGS 519. Insgesamt fiel dabei rund eine Tonne asbesthaltiger Bauabfälle an, die getrennt entsorgt wurde.
Die ebenfalls untersuchte Mineralwolle und Dachpappe waren laut Beprobung nicht schadstoffhaltig.
3. Einfamilienhaus, Garage und Bungalow abbrechen
Nach Abschluss der Entkernung und Schadstoffsanierung begann der maschinelle Abbruch. Dafür kam ein fabrikneuer 22 Tonnen Kettenbagger mit Sortiergreifer zum Einsatz.
Mit dem Sortiergreifer konnten die Bauteile aufgenommen und bereits während des Abbruchs voneinander getrennt werden. Die Arbeiten umfassten das Einfamilienhaus ebenso wie die Garage und den Bungalow.
4. Bauschutt sortieren und nachsieben
Beim Rückbau zeigte sich, dass in den Zwischenwänden alter Müll verborgen war. Diese Fremdstoffe mussten sorgfältig vom mineralischen Abbruchmaterial getrennt werden.
Das Team sortierte die Störstoffe von Hand aus und siebte anschließend den gesamten Bauschutt nach. Nach der Beprobung gemäß Ersatzbaustoffverordnung und den geltenden Vollzugshinweisen wurde das Material in die Klasse RC-1 eingestuft.
5. Abbruchmaterialien getrennt abtransportieren
Insgesamt mussten rund 335 Tonnen Abfälle vom Grundstück entfernt werden. Den größten Anteil bildeten etwa 300 Tonnen mineralischer Bauschutt.
Für den Abtransport kamen unterschiedliche Fahrzeuge und Behälter zum Einsatz. Der Bauschutt wurde mit Sattelzügen abgefahren, während Holz und Baumischabfälle über Selbstlader beziehungsweise Abrollcontainer transportiert wurden.
6. Grundstück planieren und für den Neubau übergeben
Nach dem Abtransport der Abbruchmaterialien wurden weitere Gegenstände und Ablagerungen auf dem Grundstück entfernt. Dazu gehörten eine alte Schaukel, bestehende Zuwegungen und illegal abgelagerter Müll.
Abschließend wurde die Fläche planiert und aufgeräumt. Nach insgesamt sechs Werktagen konnte der Auftraggeber das Grundstück als saubere und bebaubare Fläche für seinen geplanten Neubau übernehmen.
Schadstoffe und Entsorgung
Rund 335 Tonnen Abfälle fachgerecht getrennt
Ein wesentlicher Teil des Projekts war die Trennung und Entsorgung der unterschiedlichen Abbruchmaterialien. Neben mineralischem Bauschutt fielen Holz, Dachziegel, Baumischabfall und asbesthaltige Bauabfälle an.
Die Materialprüfung ergab, dass Mineralwolle und Dachpappe nicht schadstoffhaltig waren. Die asbesthaltigen Wellplatten wurden gesondert nach TRGS 519 zurückgebaut und entsorgt. Der mineralische Bauschutt wurde nach dem Abbruch beprobt und als RC-1 eingestuft.
Abfallfraktion | Menge | Entsorgung / Besonderheit |
|---|---|---|
Bauschutt | ca. 300 t | Nach EBV beprobt, RC-1, Abtransport mit Sattelzügen |
Holz | ca. 20 t | Selbstlader und Abrollcontainer |
Dachziegel | ca. 12 t | Separate Sammlung in zwei 7 m³ Containern |
Baumischabfall | ca. 2 t | Manuell von Störstoffen befreit, Selbstlader |
Asbesthaltige Bauabfälle | ca. 1 t | Rückbau und Entsorgung nach TRGS 519 |
Gesamt | ca. 335 t |
Eingesetzte Technik
Für den Gebäudeabbruch setzte die APS Group einen fabrikneuen 22 Tonnen Kettenbagger ein. Mit Sortiergreifer und Sieblöffel konnten die Abbrucharbeiten sowie die anschließende Materialtrennung durchgeführt werden.
Für den Abtransport der verschiedenen Abfallfraktionen wurden die jeweils passenden Transportfahrzeuge eingesetzt.
- 22 Tonnen Kettenbagger
- Sortiergreifer
- Sieblöffel
- Sattelzüge für mineralischen Bauschutt
- Selbstlader für Baumischabfall und Holz
- Abrollcontainer für Holz
- Zwei 7 m³ Container für Dachziegel
Mehrwert für den Auftraggeber
Der Auftraggeber musste sich nicht selbst um die Entkernung, den Schadstoffrückbau oder die Entsorgung der unterschiedlichen Materialien kümmern. Die APS Group übernahm sämtliche Arbeiten bis zur abschließenden Vorbereitung des Grundstücks.
Auch der unerwartet entdeckte Müll in den Zwischenwänden wurde im Zuge des Abbruchs aussortiert und entsorgt. Zusätzlich entfernte das Team alte Zuwegungen, eine Schaukel und weitere Abfallablagerungen.
Damit konnte der Bauherr nach nur sechs Werktagen eine geräumte und planierte Fläche für sein Neubauvorhaben übernehmen.
Fazit
Drei Gebäude in sechs Werktagen vollständig zurückgebaut
Mit dem Abbruch des Einfamilienhauses, der Garage und des Bungalows in Angermünde konnte die APS Group ein umfangreiches Rückbauprojekt innerhalb kurzer Zeit abschließen.
Insgesamt wurden rund 335 Tonnen Abfälle getrennt und entsorgt. Dazu gehörten etwa 300 Tonnen mineralischer Bauschutt, der nach entsprechender Aufbereitung und Beprobung als RC-1 eingestuft wurde. Auch die asbesthaltigen Bauteile wurden fachgerecht entfernt.
Das Ergebnis ist eine saubere, planierte und bebaubare Fläche, auf der der Auftraggeber seinen Neubau realisieren kann.